8
Okt
2015
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Warum der Tablet-Pc den Lesespaß bei Kindern erhöhen kann …

… Augmented Reality in Kinderbüchern

Erinnert Ihr Euch noch an Euer erstes Kinderbuch? An Max und Moritz, die kleine Raupe Nimmersatt, oder an Janosch und die Tigerente?

Kinderbücher sind weiterhin beliebt, doch das alleinige Vorlesen war nun gestern. Heute nehmen die Kinder interaktiv am Bücher lesen teil, in dem sie mit den Figuren innerhalb der Geschichte virtuell agieren. Wie das geht? Möglich macht es die Augmented Reality (oder kurz AR). Doch was verbirgt sich hinter dieser Technik? Mir selbst ist AR in der heutigen Zeit nicht fremd, jedoch war ich über die Einsatzmöglichkeiten und Realisierungen gleichermaßen erstaunt. Aber nun von Anfang an:

Als Augmented Reality wird die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung bezeichnet, bei der die reale mit der virtuellen Welt vermischt wird. Dies geschieht, in dem in Echtzeit Textinformationen und Grafiken auf einem Tablet oder Smartphone eingeblendet werden.

Diese Technik wird nicht nur bei Spielen angewendet (Flug- und Fahrsimulatoren) sondern auch in der Werbung. So zeigt der neue IKEA-Katalog auf den Tablets 3D Modelle an, die man frei in seiner Wohnung platzieren / skalieren kann. Finde ich sogar sehr praktisch, so sehe ich im Vorfeld ob Billy, Gutvik oder Lappljung zum Rest der Wohnung passen:

Ähnlich wie beim IKEA-Katalog arbeiten einige deutsche Verlage an AR-Kinderbüchern. So hat Kosmos das Kinderbuch „iT.Rex“ veröffentlicht (englische Version: iDinosaur, Carlton Verlag). Neben Sachinformationen zu den Lebensgewohnheiten bietet es auch die Möglichkeit, dass Tyrannosaurus Rex oder Velociraptoren auf dem Schreibtisch um die Wette laufen.

Doch wie funktioniert diese Technik? Zu allererst benötigt Ihr eine spezielle App, die sich ganz einfach auf dem Tablet oder Smartphone installieren lässt (sowohl für Android als auch IOS erhältlich). Die App erkennt mittels der Kamera die einzelnen Seiten des Buches und spielt ein spezielles Datenpaket ab, welches von den Entwicklern in einer 3D Software erstellt wurde. Somit können Eure Kinder interaktiv Dinosaurier erschaffen und auf dem eigenen Schreibtisch laufen, brüllen oder fliegen lassen.

Neben „iT.Rex“ findet Ihr auf dem deutschen Büchermarkt noch weitere AR-Bücher, wie zum Beispiel „Der Kleine Eisbär“, Prinzessin Lilifee“ oder „Alle Vögel sind schon da“. Sie sollen nicht nur eine Mischung aus Spiel & Spaß bieten, sondern zusätzlich informativ sein.


Doch was ich Euch auch nicht vorenthalten möchte ist ein AR-Buch aus den Staaten, welches über Kickstarter finanziert wurde: „Goodnight Lad“. Sobald man das Smartphone über die Seiten hält, erwachen die Figuren zum Leben und erzählen durch verschiedene Animationen die Geschichte. (https://www.youtube.com/watch?v=xuBQiUcoaOQ). Cool, oder?

AR

Im Kinderbuch „Goodnight Lad“ wird der Inhalt zum Leben erweckt.

Zugegeben, Spaß macht es schon, wie sich der T-Rex über die Tischplatte bewegt aber eine Frage sollte man dennoch nicht außer Acht lassen: Sind Tablet Pc’s bzw. Smartphones für Kinder geeignet, um sie auf diese Weise früh an den Umgang mit den Medien zu gewöhnen?

Was ist Eure Meinung dazu? Überflüssige Spielerei oder interessante Lernmethode?

 

 

 

 

Weiterführende Links zum Thema:
https://www.xposeprint.de/blog/423-interaktive-printwerbung-augmented-reality
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/familie/augmented-reality-im-bilderbuch-13646980.html
https://www.milan-magazine.de/augmented-reality-im-kinderbuch/

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